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Nepochopená prostomyselnost Karla Maya

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Škola:Univerzita sv. Cyrila a Metoda

Fakulta:

Autor: antiskola@antiskola.eu

Jazyk:Nemecký jazyk

Počet strán: 80

Ročník:5

Počet zobrazení:12020

Počet stiahnutí:1592

Študijný odbor:Katedra germanistiky a nordistiky

Typ dokumentu:text v elektronickej forme

Antiškola známka:výborný

Popis súborov:.doc

„Gott bewahre mich davor, daß ich je was fertigbringe,“ sagt Ishmael in Herman Melvilles abenteuerlichem Walfang-Epos und Sinnbildkonglomerat MOBY-DICK – und die Aussage könnte als Motto für das Werk und Leben eines anderen Schriftstellers von abenteuerlichen sowie gleichnishaften Geschichten aufgefaßt werden. Die Rede ist vom meistgelesenen Schriftsteller der deutschen Sprache, Karl May; die Parallelen zu Herman Melville beschränken sich nicht auf die soeben zitierte Aussage Ishmaels.Das Werk und die Lebensläufe der beiden berühmten Schriftsteller berühren sich noch an mehreren anderen Stellen, wenn auch nicht an jener, die für die Literaturkritik von Belang ist: während Melville längst als einer der Meister der amerikanischen und der Weltliteratur anerkannt wird, wird Karl May als Künstler weiterhin von wenigen ernstgenommen, ja viele anspruchsvolle Leser finden die Vorstellung komisch, daß man im Zusammenhang mit May überhaupt auf literarische Kunst zu sprechen kommt.Es gibt zwischen Melville und May mehrere gemeinsame Züge. Beide Autoren machten sich berühmt und beliebt mit ihren frühen exotischen Reiseerzählungen: bei Herman Melville (1819–1891) waren dies TYPEE (1846), OMOO (1847) u. a.; während Karl May (1842–1912) – der sich, was sein Alter betrifft, später als Melville der Laufbahn des Schriftstellers zuwandte - beim Lesepublikum mit DURCH DIE WÜSTE (1881), DURCHS WILDE KURDISTAN (1881/2) und WINNETOU I (1893) große Zustimmung fand.Und doch waren es andere Werke, an denen den beiden Autoren am meisten gelegen war: für Melville war dies sein 1851 veröffentlichtes symbolisches Walfangepos MOBY-DICK, OR, THE WHALE – während Karl May wohl glaubte, seine bedeutendsten Werke erst im 20. Jahrhundert geschrieben zu haben. Sie waren, wie Melvilles MOBY-DICK, Symbolromane; Reiseerzählungen zwar wie noch zu Zeiten des WINNETOU I, aber doch solche, in denen die packende Handlung in den Hintergrund zu treten schien.Sowohl Melvilles MOBY-DICK wie Karl Mays späte symbolische Reiseerzählungen des 20. Jahrhunderts (repräsentativ dafür: ARDISTAN UND DSCHINNISTAN, erschienen 1907–9 in zwei Bänden) wurden zu Lebzeiten der Autoren verkannt. Als Melville 1891 starb, galt MOBY-DICK als ein unbedeutendes Werk und wurde kaum gelesen – heute sind dagegen viele Literaturkritiker der Ansicht, MOBY-DICK sei der beste amerikanische Roman aller Zeiten. Als May 1912 starb, war er zwar immer noch für die breiten Lesermassen populär, jedoch dank seiner älteren Arbeiten des 19. Jahrhunderts, wie WINNETOU I, die noch im üblichen Stil der Reiseerzählungen geschrieben waren. Karl Mays späte Symbolwerke verkauften sich merklich schlechter; von der Literaturkritik wurden sie mißachtet oder verspottet.Auch die Rezeption nach dem Ableben der Autoren ist in den Fällen Melville und May ähnlich: erst Jahrzehnte nach Melvilles Tod begann man, MOBY-DICK und seine Symbolkraft und literarische Vollkommenheit zu schätzen. Bei May dauerte es bis in die 1960er, bis sein Spätwerk Beachtung fand – wenn auch bei May, im Gegensatz zu Melville, von literarischer Vollkommenheit kaum gesprochen werden kann. Der früheste Propagator von Mays symbolischen Spätwerken, außer ARDISTAN UND DSCHINNISTAN besonders vom 3. und 4. Band von IM REICHE DES SILBERNEN LÖWEN, war ein deutscher Schriftstellerkollege: Arno Schmidt, der „Wesen, Werk & Wirkung“ Karl Mays eine ganze Abhandlung widmete – SITARA UND DER WEG DORTHIN (1963). 1969 wird die Karl-May-Gesellschaft (KMG) gegründet; nach 30 Jahren zählt sie zu den 5 mitgliedsstärksten literarischen Gesellschaften Deutschlands. Die Tätigkeit der KMG trägt entschieden dazu bei, daß Karl Mays Werk in den letzten Jahrzehnten zum Gegenstand literaturwissenschaftlicher und –kritischer Erörterungen wurde. Inzwischen ist die Fülle der Karl-May-Sekundärliteratur riesenhaft gewachsen; wenngleich dies besonders für Deutschland gilt und weniger für andere, nicht-deutschsprachige Länder Europas, die Slowakei eingeschlossen.

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